The Phage λ Simulacrum

Clemens Grabher
Niki Passath
Hansjörg Petschko
Günter Seyfried
Kristin Weissenberger

 

Ein Projekt der Universität für angewandte Kunst Wien, dem Pavillon 35 Biokunst Club und dem Institut für Polycinease

Dass weder die Wissenschaft noch die Kunst die Welt je vollständig erklären werden können, ist beiden ebenso gemeinsam, wie die irratio-nal leidenschaftliche Weigerung, dies zu akzeptieren. Nur das Erlebnis des Scheiterns an diesem Bestreben war und ist vielleicht für manche Wissenschafter, die der Illusion der Rationalität der Wahrheit erlegen sind, schwerer zu ertragen, als Künstlern, die mit Walter Benjamin die Kunst selbstbewusst als „Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein“ sehen können.

 

That neither science nor art will ever be able to completely explain the world is something that both have in common, just as they both share an irrationally passionate refusal to acknowledge this. It was and is, perhaps, merely harder for some scientists, who have succumbed to the illusion of rationality and truth, to endure the experience of failing to achieve this endeavor than for artists, who with Walter Benjamin are able to see art self-confidently as “magic, freed of the lie of being truth”.

 

Gerald Bast . Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien

 

Bei The Phage λ Simulacrum werden drei digitale Bilddateien mit einem speziellen Verfahren in DNA-Moleküle transkodiert und synthetisiert. Mit Hilfe des modifizierten Rekombinationssystems des Virus Bakteriophage Lambda (Phage λ) werden die in DNA-Moleküle umgewandelten Piktogramme in E. Coli-Bakterien neu zusammengesetzt. Bei dieser Bioreaktion entsteht eine neue Information, die wieder extrahiert, ausgelesen und in digitale Bilddateien rückübersetzt wird. In der Übersetzung und Darstellung werden Wahrnehmungsfelder jenseits des wissenschaftlichen Diskurses erreicht, da die Grammatik dieser Bilder nicht primär rational und ökonomisch zu sein hat. Dieser Prozess wird in einer interaktiven Installation präsentiert und für die BetrachterInnen ästhetisch erfahrbar gemacht.

 

The Phage λ Simulacrum project transcodes three digital image files into synthesized DNA molecules using a special procedure. These DNA molecules are re-composed inside E. coli bacteria with the help of the bacteriophage lambda virus’ (Phage λ) modified recombination system. After the bio-reaction the new information is extracted, sequenced and translated into digital image files again. The translation and depiction will reach fields of perception beyond the scientific discourse as their grammar does not need to be primarily rational and economic. This process is presented in an interactive installation, thus making it aesthetically perceptible for the viewer.

http://pavillon35.polycinease.com/the-phage-%CE%BB-simulacrum-viennafair-2013/

 

 

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Glovebox
Laborhandschuhe, Weidenflöte, Ziegenhorn lackiert, gefärbtes menschlisches Haar, MDF, Aluminium, Acrylglas, Autolack
170 cm x 140 cm x 80 cm
Ausstellungsansicht
2013

 

 

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3 Typen mofizierter Bakterien
modifizierte E-Coli Bakterien, Petrischalen, Agar Agar, MDF, Led-Stripes, Batterien, Autolack, Acrylglas,Aaluminium
180 cm x 90 cm x 40 cm
Ausstellungsansicht
2013

 

 

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Bilder – Codes
Siebdrucke von DNA Codes von JPEGs auf Algen Papier, 3D- Prints, MDF, Autolack
Ausstellungsansicht
2013

 

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